Nominierungsspiele sind mir unangenehm. Ich will nicht mitmachen, weil ich sie deppert finde. Will aber auch nicht als Spielverderber gelten. Diese unnötigen Beschäftigungsprogramme erinnern mich ein wenig an die unseligen Serien-SMS aus den 90er-Jahren: „Sende diese SMS an sieben Freunde, oder dir fällt morgen die Nase ab.“

Jetzt hat es mich also erwischt, gleich drei Mal. „One Lovely Blog Award“ nennt sich das Ganze. Ich soll zuerst sieben Dinge von mir preisgeben (wem fällt so ein Schas ein?) und dann den Kelch weiterreichen, also neue Opfer generieren. Digitaler Sadismus, wenn man mich früge. Aber gut.

1. Ich war einmal ein richtig guter Akkordeonspieler, obwohl ich das Instrument an jedem einzelnen Tag gehasst habe.

2. Ich war einmal ein richtig schlechter Fußballer, obwohl ich das Spiel an jedem einzelnen Tag geliebt habe. Ja, verdammt! DAS wäre mein Traumberuf gewesen.

3. Ich kann viele Farben nicht richtig benennen. Und auch kaum Verwandtschaftsverhältnisse. Keine Ahnung, warum.

4. Ich habe meine Traumfrau gefunden. Schon vor 18 Jahren. Und ich weiß, was für ein Glück das ist.

5. Ich würde gerne einmal ein paar meiner Blog-Einträge vor einem Livepublikum vorlesen. Um zu sehen, ob meine Art des Schreibens als Unterhaltungsprogramm auf der Bühne funktioniert.

6. Meine erste große Liebe war männlich. Mein Boxer Boris. Er ist seit 25 Jahren tot und ich weiß immer noch, wie er sich angefühlt hat, wie er gerochen hat und wie sein Bellen geklungen hat. Ich habe immer ein Foto von ihm auf meinen Smartphones dabei.

7. Ich weiß, was wichtig ist im Leben. Noch nicht lange. Aber dafür für immer.

Und wen ich nominiere? Keinen. Damit endet dieser Teil der Story genau JETZT.

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