Wiener U-Bahn, 2012. irgendwo zwischen Westbahnhof und Stephansplatz. Frühmorgens. Zombies, soweit das Auge reicht.

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Die Türen öffnen sich, eine junge Frau steigt ein. Eine Schönheit, vielleicht 25 Jahre alt. Sie mustert einen Mann neben mir. Schüttelt den Kopf, schreit: „Duuu nicht!“ Blickt zum nächsten, scannt ihn, schreit noch lauter: „Duuu auch nicht!“ Dann bin ich dran, ich hatte es befürchtet. Sie blickt mir zunächst tief in die Augen, mustert dann von oben nach unten meine Figur. Unangenehm viel Interesse widmet sie dabei meinem Schritt. Schließlich zischt sie unter höhnischem Lachen: „Und duuu schon gar nicht!“

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Bevor die Türen sich schließen, springt sie wieder aus dem Abteil. Die U-Bahn fährt weiter.

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Seither grüble ich.

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